Tanz Theater Werkstatt Ludwigsburg, 2. April 2017:

Ein Tag voller Bewegung und Stillstand. So muss man es wohl nennen, wenn nach anregenden Erfahrungen des Körpers, dieser wieder in eine Ruhephase verfällt und dafür der Kopf viel weniger still steht. Mit Brita Engelhardt habe ich den bereichernden Tag gemeinsam gestaltet, viel zu wenig Zeit für viel zu viele Ideen, was zwischen Körper im Tanz und geistiger Bewegung alles stattfinden kann. Wir wurden reich beschenkt von Teilnehmerinnen, die schon zu Beginn sagten: wir kommen gerade WEGEN dieser Kombination und nicht, weil wir das eine oder das andere in Kauf nehmen wollen. Ich war froh, dass ich nicht gleich gefragt habe, was und woher jede komme, denn die Poesiepädagogin hätte mich vielleicht in Scham versetzt oder die Postkartenschreiberin und die, die körperlich schon poetisch waren. Unglaubliche Potenziale waren vereint, um nach dem Schreiben mit den Füßen in Balance zu kommen und sich schließlich in die Kommunikation mit dem leeren Blatt Papier zu begeben. Wer bin ich  angesichts eines noch leeren Blattes? Welche Erfahrungen finde ich wieder in den Worten anderer Menschen? Wie nehme ich Kontakt auf zu mir oder es zu mir? All das bot der Workshop an, um mit sich selbst noch weiter als lediglich mit einem der genannten Medien in Kontakt zu kommen. Ein Hoch auf intermediales Arbeiten und ein großer Dank an all die Mutigen! Ein Tag, der auch mir sehr viel gegeben hat. Wir machen bestimmt weiter so!