Schreibwerkstatt: Die Imagination schulen

In der letzten Schreibwerkstatt sind wieder bemerkenswerte Texte entstanden. Ich habe zur Einstimmung einen Text vorgelesen, in dem ich jede Teilnehmerin dazu eingeladen haben, sich in ein Element aus der Natur hineinzuversetzen, welches im Text vorkam. Für mich bedeutet das eher Anspannung: ich muss darauf achten, mich nicht zu versprechen und die Pausen richtig zu setzen. Deshalb konnte ich mich also nicht in die Welt und Kraft der Bilder hineinversetzen. Dafür ist das den anderen sehr gut gelungen und ich wurde Zeuge ihrer Vorstellungskraft.
Danach ging es um das Ruhen (z.B. während des Zuhörens oder während des Schreibens) und dazu im Kontrast um Bewegung.
Hier gibt es lesenswerte Zeilen, die aus starken Textverdichtungen hervorgegangen sind, aus Kritzeleien oder Clustern, je nachdem was die Bilderwelt im Kopf besser in Gang gesetzt hat: 

Häuser wurzeln tief 
und trotzen doch am Ende
nicht dem grollend Fluss
                                           C.

Ich schlafe
im Liegen
und träume
im Tanzen
ich springe und
hüpfe bis
hoch in die
Wolken
um das blaue Band
der Unendlichkeit
zu durchbrechen
                                  H.